TAG 5: NORTH SEYMOUR & BARTOLOMÉ
Der letzte Teil unseres Galapagos Abenteuers!
Die Landung auf der Insel North Seymour ist aufgrund der schlüpfrigen Steine, die zusätzlich noch mit Vogelkacke übersät sind, etwas erschwert, doch der Weg lohnt sich. Wir bekommen eine geballte Portion an balzenden Fregattvögeln und Blaufußtölpeln vor die Linsen. Sehen einen Landleguan beim „Erlegen“ seiner Beute und dürfen am Balsambaum schnuppern. Ein bisschen high erleben wir den weiteren Teil der Insel.
Danach folgt eines unser vielen Highlights: Beim Schnorcheln entdecken wir
Hammerhaie!!!
Richtig gelesen. Hammerhaie. Nicht nur ein oder zwei. Wir zählen unter extremem Herzklopfen 10 bis 15 Tiere. Die Haie schwimmen circa 14 Meter unter uns, was mir nicht unbedingt das Gefühl gibt, sicher zu sein (ich rechne mir aus, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass die Haie ausgerechnet mich schnappen – da ich aber kein Mathe Ass bin, ist das Ergebnis erschreckend). Dennoch, wir sind wieder einmal stark beeindruckt und können kaum die Blicke von den Hammerhaien lassen.
Nebenbei schwimmen auch noch Weißspitzenhaie unter uns. Als Höni bereits im kleinen Beiboot sitzt (der starke Blasendruck hat ihn schwimmuntauglich gemacht), sehen wir Barracudas.
Nach den Hammerhaien werden wir im Beiboot weiter ins Meer hinein gefahren. Gedanklich protestieren wir ein wenig, denn: Mir ist eigentlich schon kotzübel vom Wellengang und unser beider Blasen machen uns bewegungsunfähig. Dennoch hüpfen wir wieder ins Wasser. Man könnte ja was verpassen. Meerjungfrauen etc.
Ob Urin Hammerhaie oder Ähnliches / Schlimmeres anlockt? Wir haben wissenschaftliche Tests durchgeführt und können sagen: Nein. Ist total ungefährlich!
Um einiges erleichtert, fahren wir danach Richtung der Insel Santiago.
Wir bekommen gerade ein mega leckeres Sorbet serviert, als Panik ausbricht.
Delfineeeeeeee!!!!!
Ganz viele, hunderte. Aus dem Nichts tauchen sie auf und springen am Bug der Beagle entlang. Es ist mega cool ihnen dabei zu zusehen. Es sind Flaschennasendelfine, die uns mit ihrem Anblick verzücken. Wir bleiben eine zeitlang bei den Delfinen bis es heißt: Weiterrudern. Vom Dessert ist allerdings nichts mehr übrig (was mich echt ein wenig traurig macht).
An der Miniinsel Bartolomé (eine vorgelagerte Insel von Santiago) cruisen wir mit dem Dinghy auf der Suche nach Pinguinen die Küste entlang. Immerhin zeigen sich drei von ihnen (leider gibt es von denen keinerlei Bildbeweis, also müsst ihr uns das einfach mal so glauben…Irgendwie muss ich dabei an die „Blaue Ente“ denken…).
Das zweite Mal schnorcheln setze ich bereits nach ein paar hundert Metern aus. Die Sicht ist katastrophal und ich kann jederzeit wieder in Wasser plumsen, falls sich etwas Interessantes ergeben sollte. Höni hält die ganze Zeit im Wasser aus und bekommt zur Belohnung einige schöne Seesterne und ein paar Fische zu sehen.
Der obligatorische Spaziergang auf der Insel Bartolome hat seinen Höhepunkt auf dem Gipfel der Insel (oh man, das schreit förmlich nach Anspielungen). Der Sonnenuntergang ist einfach atemberaubend schön.
TAG 6: SOMBRERO CHINO & CERRO DRAGON
Der Tag beginnt mit Sport: 6 Uhr ist kajaken angesagt. Allerdings sehen wir hier bis auf ein paar Blowholes (Löcher aus denen das einfließende Meerwasser herausgespritzt wird) nichts wirklich dolles. Ja gut, die Landschaft ist natürlich sehr sehr hübsch anzusehen 😉
Der Landspaziergang dagegen hat noch mehr an Natur zu bieten. Hier sehen wir deutlich die Vulkanaktivitäten, durch die alle Inseln entstanden sind. Fast könnte man meinen, dass hier Käptn Nemo sein zuhause hat.
Wir schauen ein wenig der rauen See zu und lassen uns die Haare vom Wind zerzausen.
Nach dem Mittag gehen wir schnorcheln. Mittlerweile macht uns das richtig viel Spaß und wir freuen uns über jeden neuen Fisch, von dem wir uns gegenseitig berichten können. Eigentlich sollte dieser Schnorchelgang dazu dienen, Pinguine hautnah zu erleben. Aber wir haben kein Glück. Keiner der Frackträger scheint sich auch nur minimal für uns zu interessieren. Doch Glück im „Unglück“: wir sehen wieder viele Fische, manche scheinen hier größer als ihre Artgenossen an anderen Stellen der Inseln zu sein. Ich kann sogar hören, wie ein Papageifisch einen mit Algen bedeckten Felsen anknabbert. Höni wird an anderer Stelle von einem echt großen Hai überrascht, der ziemlich nah an ihn heran kommt. Da sind wir allerdings froh, kein Geknabbere gehört zu haben. Wir sind begeistert von diesem letzten Schnorchelgang und wollen das bald wiederholen!
ein wenig Fachsimpelei:
Leider ist es sehr schwer, euch die richtigen Fachnamen der jeweiligen Tiere bzw. Fische zu nennen. Die Schwierigkeit besteht darin, dass jeder Fisch, vom Jungtier zum Erwachsenenalter, 3 Phasen durchlebt und entsprechend unterschiedliche Farbprägungen annimmt. Vielleicht findet sich ja hier ein begeisterter Fischler, der uns weiterhelfen kann?!
Hier sind noch ein paar Namen, die wir recherchieren konnten:
- Papageifisch (u.a. Blaubandpapageifisch und die besonders schönen bunten 😉 )
- Abudjubbe Lippfisch
- Mexikanischer Schweinslippfisch
- Cortez Rainbow Wrasse (nur in englisch gefunden)
- Riesen-Büschelbarsch
Am Nachmittag gehen wir es ruhig an. Den letzten Spaziergang haben wir bereits auf der Insel Santa Cruz, dem Ausgangspunkt unserer mehrtägigen Tour. Der Strand ist auch hier sehr schön, in der Ferne können wir den Cerro Dragon (Drachenfelsen) sehen.
Mit einem leckeren Weißwein verabschieden wir uns mittels großem Beifall von der Crew.
Außerdem erleben wir die ecuadorianische Tradition, dass das Geburtstagskind das erste Stück Kuchen haben darf. Dabei beißt der oder die Glückliche nach herzenslust in den Kuchen hinein. Das ist allerdings noch nicht alles. Ein Gast (möglichst kräftig) drückt der armen Seele beim Hineinbeißen das Gesicht so richtig in den Kuchen rein! Batsch! Auch wenn Philipp gar keinen Geburtstag hat, muss er dran glauben – ohne vorher zu wissen, dass er in den nächsten Tagen immer den Geruch von Schokoooolaaaaade in der Nase haben wird.
P.S.: der Kuchen war meeega leckerschmecker.
TAG 7: BALTRA & FLUGHAFEN – ADIOS GALAPAGOS
Bevor wir auf Dauer festen Boden unter den Füßen haben und die Rückreise antreten müssen, werden wir per Dinghy zu einem dichten Mangrovenwald gefahren. Zum Abschluss sehen wir einige Haie (Galapagos Hai und Weißpitzenhaie), Kuhnasenrochen und grüne Galapagos Schildkröten. Wir sind tatsächlich ein wenig traurig dieses wunderschöne Archipel verlassen zu müssen, von dem wir eigentlich noch viel mehr schreiben könnten. Keine Angst, das wars wirklich…
Wir setzen diese Tage definitiv auf Platz eins unseres sonst eher verhaltenen Weltreise-Rankings, denn die Eindrücke sind auch noch in den Tagen danach sehr intensiv. Inklusive dem Gefühl immer noch auf der Beagle zu sein und zu schwanken 😉
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Den Krebs als Mitbringsel nach dem Schnorchelgang in Höni’s Ohr habt ihr vergessen zu erwähnen ?
Hä? Was hast Du gesagt? ?
Dem geht’s bestimmt wieder gut, nachdem er sich so schön entspannen konnte ?
Also, Anne, Höni… ich muss schon sagen, es blieben immernoch ein paar Fragen offen bei eurem Bericht. Ich fasse sie mal zusammen:
a) Sind die Galapagos-Inseln das Paradies? Denn es sieht – den Bildern nach zu urteilen – verdammt danach aus!
b) Habt ihr denn noch Meerjungfrauen gesehen? Und, falls Höni sie zuerst gesehen hat – sind es jetzt noch Meerjungfrauen? 😉
c) Ist Höni auf den Bildern frisch rasiert? Der sieht so jung aus, ich hätte ihn kaum erkannt!
d) ANNEHASE warum bist du so braun? Das ist ja abartig und zum neidisch werden!!!
e) Hast du Ärger bekommen, weil du den Felsbrocken hochgehoben hast?
f) Hast du den Kuchen gegessen, obwohl der arme Philipp seine Nase rein gebohrt hat? Und – GEILE TRADITION! Die muss ich adaptieren!
…
Es gäbe noch Millionen von Fragen, aber ich bin immernoch zu geflasht von diesen wirklich wahrhaftig traumhaften Bildern! Himmlisch! Und ich kann verstehen, dass es euch wirklich schwergefallen ist, von dort wieder wegzugehen. Das schreit nach einer Wiederholung! 🙂
Bussi!
PS: Lebensziel: Einmal so zufrieden aussehen wie der gesättigte Leguan…!
PPS: Beim Bild der Hammerhaie hatte ICH sogar Gänsehaut! Unglaublich!! Ihr seid echt so mutig! <3
PPPS: Gnihihi… Höhepunkt … Insel … Gipfel… hihi… Blowholes… gnihinihihi…
PPPPS: Höni sieht auf dem Bild mit dem Steuer aus wie der Kapitän des Traumschiffes. Just saying.
Na dann versuche ich mal, etwas Licht ins Dunkel zu bringen.
A –> auf jeden Fall ist Galapagos das Paradies!
B –> seitdem ich da war, gibt es nur noch Meerfrauen ?
C –> das ist ein Stuntdouble – ich würde mich niemals rasieren *harrrrharrrr*
D –> Brown girl in the ring *schaalalalalaaaa* – das ist meine Latina ??
E –> gab bisschen Ärger, aber nix Wildes … mit einem Finger weniger lebt sich’s auch gut!
F –> bitte wende Dich hierfür an unseren Anwalt Herrn Popelhausen!
PS: ja, die Blowholes hatten ordentlich Druck! Warum muss ich jetzt an Scary Movie denken?
PPS: nenn mich Captain Jack Sparrow! ☠⛵
So…ich habe gleich mal die letzten 3 Beiträge gesammelt gelesen und muss sagen: Einfach Wahnsinn!
Das beschreibt meine Gedanken ganz gut 😉
Viel Spaß weiterhin und haltet die Ohren steif!
Ja, oder? Und das Ganze in gerade einmal 10 Tagen. Falls Du da auch mal hin willst, plane am Besten noch direkt im Anschluss 10 Entspannungstage ein, um die Eindrücke sacken zu lassen…Karibik zum Beispiel ?
Ist auch bisher wirklich DAS Highlight der Reise gewesen!
Genieß den Sommer in der Heimat!
Oh menno. Ich habe noch nicht mal Piratenlogbuch II kommentiert, da folgt schon Teil III.
Dabei MÖCHTE ich doch sooooooooo gern ein Blaufußtölpelbaby. Die sind richtig hübsch, dabei sind Vogelkinder meistens nicht ganz so schön. Zu spät ???. Aber falls ihr nochmal dahin fahrt bringt ihr mir ganz bestimmt eins mit. Büdde büdde
Aber echt, von Logbuch zu Logbuch geilere Bilder. Hammer, Hammerhai. Boah, hätte ich da Schiß gehabt. Respekt. Seesterne, so schön. Spuren eines Leguanes, super. Usw.usw. Wer da kein Fernweh bekommt ist selbst Schuld.
Weiter so