TAG 5: NORTH SEYMOUR & BARTOLOMÉ

 

Der letzte Teil unseres Galapagos Abenteuers!

Die Landung auf der Insel North Seymour ist aufgrund der schlüpfrigen Steine, die zusätzlich noch mit Vogelkacke übersät sind, etwas erschwert, doch der Weg lohnt sich. Wir bekommen eine geballte Portion an balzenden Fregattvögeln und Blaufußtölpeln vor die Linsen. Sehen einen Landleguan beim „Erlegen“ seiner Beute und dürfen am Balsambaum schnuppern. Ein bisschen high erleben wir den weiteren Teil der Insel.

 

Blümchen, Ast des Balsambaumes, Fregattvogel, North Seymour - 29.05.2016, Ecuador

Blümchen, Ast des Balsambaumes, Fregattvogel, North Seymour – 29.05.2016, Ecuador

Landleguan mit Beute, North Seymour - 29.05.2916, Ecuador

Landleguan mit Beute, North Seymour – 29.05.2916, Ecuador

 

 

Danach folgt eines unser vielen Highlights: Beim Schnorcheln entdecken wir

Hammerhaie!!!

Richtig gelesen. Hammerhaie. Nicht nur ein oder zwei. Wir zählen unter extremem Herzklopfen 10 bis 15 Tiere. Die Haie schwimmen circa 14 Meter unter uns, was mir nicht unbedingt das Gefühl gibt, sicher zu sein (ich rechne mir aus, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass die Haie ausgerechnet mich schnappen – da ich aber kein Mathe Ass bin, ist das Ergebnis erschreckend). Dennoch, wir sind wieder einmal stark beeindruckt und können kaum die Blicke von den Hammerhaien lassen.

Nebenbei schwimmen auch noch Weißspitzenhaie unter uns. Als Höni bereits im kleinen Beiboot sitzt (der starke Blasendruck hat ihn schwimmuntauglich gemacht), sehen wir Barracudas.

Kraaaass Hammerhaie, bei North Seymour - 29.05.2016, Ecuador

Kraaaass Hammerhaie, bei North Seymour – 29.05.2016, Ecuador

 

Nach den Hammerhaien werden wir im Beiboot weiter ins Meer hinein gefahren. Gedanklich protestieren wir ein wenig, denn: Mir ist eigentlich schon kotzübel vom Wellengang und unser beider Blasen machen uns bewegungsunfähig. Dennoch hüpfen wir wieder ins Wasser. Man könnte ja was verpassen. Meerjungfrauen etc.

Ob Urin Hammerhaie oder Ähnliches / Schlimmeres anlockt? Wir haben wissenschaftliche Tests durchgeführt und können sagen: Nein. Ist total ungefährlich!

Um einiges erleichtert, fahren wir danach Richtung der Insel Santiago.
Wir bekommen gerade ein mega leckeres Sorbet serviert, als Panik ausbricht.

 

Delfineeeeeeee!!!!!

Ganz viele, hunderte. Aus dem Nichts tauchen sie auf und springen am Bug der Beagle entlang. Es ist mega cool ihnen dabei zu zusehen. Es sind Flaschennasendelfine, die uns mit ihrem Anblick verzücken. Wir bleiben eine zeitlang bei den Delfinen bis es heißt: Weiterrudern. Vom Dessert ist allerdings nichts mehr übrig (was mich echt ein wenig traurig macht).

Flipper und seine Freunde, bei North Seymour - 29.05.2016, Ecuador

Flipper und seine Freunde, bei North Seymour – 29.05.2016, Ecuador

 

 

An der Miniinsel Bartolomé (eine vorgelagerte Insel von Santiago) cruisen wir mit dem Dinghy auf der Suche nach Pinguinen die Küste entlang. Immerhin zeigen sich drei von ihnen (leider gibt es von denen keinerlei Bildbeweis, also müsst ihr uns das einfach mal so glauben…Irgendwie muss ich dabei an die „Blaue Ente“ denken…).
Das zweite Mal schnorcheln setze ich bereits nach ein paar hundert Metern aus. Die Sicht ist katastrophal und ich kann jederzeit wieder in Wasser plumsen, falls sich etwas Interessantes ergeben sollte. Höni hält die ganze Zeit im Wasser aus und bekommt zur Belohnung einige schöne Seesterne und ein paar Fische zu sehen.

 

Seesterne, bei Bortolomé - 29.05.2016, Ecuador

Seesterne, bei Bortolomé – 29.05.2016, Ecuador

 

 

Der obligatorische Spaziergang auf der Insel Bartolome hat seinen Höhepunkt auf dem Gipfel der Insel (oh man, das schreit förmlich nach Anspielungen). Der Sonnenuntergang ist einfach atemberaubend schön.

 

Bartolomé - 29.05.2016, Ecuador

Bartolomé – 29.05.2016, Ecuador


 

 

TAG 6: SOMBRERO CHINO & CERRO DRAGON

Der Tag beginnt mit Sport: 6 Uhr ist kajaken angesagt. Allerdings sehen wir hier bis auf ein paar Blowholes (Löcher aus denen das einfließende Meerwasser herausgespritzt wird) nichts wirklich dolles. Ja gut, die Landschaft ist natürlich sehr sehr hübsch anzusehen 😉

 

Blick vom Kajak auf kleine Inseln, bei Sombrero Chino - 30.05.2016, Ecuador

Blick vom Kajak auf kleine Inseln, bei Sombrero Chino – 30.05.2016, Ecuador

 

Der Landspaziergang dagegen hat noch mehr an Natur zu bieten. Hier sehen wir deutlich die Vulkanaktivitäten, durch die alle Inseln entstanden sind. Fast könnte man meinen, dass hier Käptn Nemo sein zuhause hat.
Wir schauen ein wenig der rauen See zu und lassen uns die Haare vom Wind zerzausen.

 

Kleine Bucht der Insel Sombrero Chino - 30.05.2016, Ecuador

Kleine Bucht der Insel Sombrero Chino – 30.05.2016, Ecuador

Sombrero Chino bedeutet Chinesenhut - 30.05.2016, Ecuador

Sombrero Chino bedeutet Chinesenhut – 30.05.2016, Ecuador

 

 

Nach dem Mittag gehen wir schnorcheln. Mittlerweile macht uns das richtig viel Spaß und wir freuen uns über jeden neuen Fisch, von dem wir uns gegenseitig berichten können. Eigentlich sollte dieser Schnorchelgang dazu dienen, Pinguine hautnah zu erleben. Aber wir haben kein Glück. Keiner der Frackträger scheint sich auch nur minimal für uns zu interessieren. Doch Glück im „Unglück“: wir sehen wieder viele Fische, manche scheinen hier größer als ihre Artgenossen an anderen Stellen der Inseln zu sein. Ich kann sogar hören, wie ein Papageifisch einen mit Algen bedeckten Felsen anknabbert. Höni wird an anderer Stelle von einem echt großen Hai überrascht, der ziemlich nah an ihn heran kommt. Da sind wir allerdings froh, kein Geknabbere gehört zu haben. Wir sind begeistert von diesem letzten Schnorchelgang und wollen das bald wiederholen!

 

ein wenig Fachsimpelei:

Leider ist es sehr schwer, euch die richtigen Fachnamen der jeweiligen Tiere bzw. Fische zu nennen. Die Schwierigkeit besteht darin, dass jeder Fisch, vom Jungtier zum Erwachsenenalter, 3 Phasen durchlebt und entsprechend unterschiedliche Farbprägungen annimmt. Vielleicht findet sich ja hier ein begeisterter Fischler, der uns weiterhelfen kann?!

Hier sind noch ein paar Namen, die wir recherchieren konnten:

  • Papageifisch (u.a. Blaubandpapageifisch und die besonders schönen bunten 😉 )
  • Abudjubbe Lippfisch
  • Mexikanischer Schweinslippfisch
  • Cortez Rainbow Wrasse (nur in englisch gefunden)
  • Riesen-Büschelbarsch

 

Unsere Lieblingsfische nochmals vereint, bei Sombrero Chino - 30.05.2016, Ecuador

Unsere Lieblingsfische nochmals vereint, bei Sombrero Chino – 30.05.2016, Ecuador

Hier muss man ein bisschen genauer hinsehen, bei Sombrero Chino - 30.05.2016, Ecuador

Hier muss man ein bisschen genauer hinsehen, bei Sombrero Chino – 30.05.2016, Ecuador

 

 

Am Nachmittag gehen wir es ruhig an. Den letzten Spaziergang haben wir bereits auf der Insel Santa Cruz, dem Ausgangspunkt unserer mehrtägigen Tour. Der Strand ist auch hier sehr schön, in der Ferne können wir den Cerro Dragon (Drachenfelsen) sehen.

 

Zu Beginn werden wir von einer Schildkröte begrüßt, Santa Cruz - 30.05.2016, Ecuador

Zu Beginn werden wir von einer Schildkröte begrüßt, Santa Cruz – 30.05.2016, Ecuador

Fundstücke, Santa Cruz - 30.05.2016, Ecuador

Fundstücke, Santa Cruz – 30.05.2016, Ecuador

oben: Spuren eines Leguans, unten: Seestern und Seegurke, Santa Cruz - 30.05.206, Ecuador

oben: Spuren eines Leguans, unten: Seestern und Seegurke, Santa Cruz – 30.05.206, Ecuador

Strand vor dem Cerro Dragon und die Beagle, Santa Cruz - 30.05.2016, Ecuador

Strand vor dem Cerro Dragon und die Beagle, Santa Cruz – 30.05.2016, Ecuador

Abendstund hat Gold im Mund... so war es doch, oder? Santa Cruz - 30.05.2016, Ecuador

Abendstund hat Gold im Mund… so war es doch, oder? Santa Cruz – 30.05.2016, Ecuador

 

Mit einem leckeren Weißwein verabschieden wir uns mittels großem Beifall von der Crew.

Außerdem erleben wir die ecuadorianische Tradition, dass das Geburtstagskind das erste Stück Kuchen haben darf. Dabei beißt der oder die Glückliche nach herzenslust in den Kuchen hinein. Das ist allerdings noch nicht alles. Ein Gast (möglichst kräftig) drückt der armen Seele beim Hineinbeißen das Gesicht so richtig in den Kuchen rein! Batsch! Auch wenn Philipp gar keinen Geburtstag hat, muss er dran glauben – ohne vorher zu wissen, dass er in den nächsten Tagen immer den Geruch von Schokoooolaaaaade in der Nase haben wird.

P.S.: der Kuchen war meeega leckerschmecker.

 

Schokoooolaaaaade, immerhin echte Ecuadorianische, bei Santa Cruz - 30.05.2016, Ecuador

Schokoooolaaaaade, immerhin echte Ecuadorianische, bei Santa Cruz – 30.05.2016, Ecuador

kein Weißwein, aber ein Teil unserer Mahlzeiten, Santa Cruz - 30.05.2016, Ecuador

kein Weißwein, aber ein Teil unserer Mahlzeiten, Santa Cruz – 30.05.2016, Ecuador


 

 

TAG 7: BALTRA & FLUGHAFEN – ADIOS GALAPAGOS

Bevor wir auf Dauer festen Boden unter den Füßen haben und die Rückreise antreten müssen, werden wir per Dinghy zu einem dichten Mangrovenwald gefahren. Zum Abschluss sehen wir einige Haie (Galapagos Hai und Weißpitzenhaie), Kuhnasenrochen und grüne Galapagos Schildkröten. Wir sind tatsächlich ein wenig traurig dieses wunderschöne Archipel verlassen zu müssen, von dem wir eigentlich noch viel mehr schreiben könnten. Keine Angst, das wars wirklich…

Früh am Morgen vor der Insel Baltra, Baltra - 31.05.2016, Ecuador

Früh am Morgen vor der Insel Baltra, Baltra – 31.05.2016, Ecuador

Man sieht Hönis Abschiedsschmerz deutlich, Baltra - 31.05.2016, Ecuador

Man sieht Hönis Abschiedsschmerz deutlich, Baltra – 31.05.2016, Ecuador

 

Wir setzen diese Tage definitiv auf Platz eins unseres sonst eher verhaltenen Weltreise-Rankings, denn die Eindrücke sind auch noch in den Tagen danach sehr intensiv. Inklusive dem Gefühl immer noch auf der Beagle zu sein und zu schwanken 😉

 

Die Piraten Höni und Anni sagen Adios! Baltra - 31.05.2016, Ecuador

Die Piraten Höni und Anni sagen Adios! Baltra – 31.05.2016, Ecuador


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