EINREISE NACH KOLUMBIEN
Kolumbien – Eigentlich wollten wir da gar nicht hin. Zu viele Geschichten über Drogenhandel, Missbrauch und Schießerein. Keine guten Voraussetzungen für eine unbekümmerte Weltreisedestination.
Und trotzdem sind wir hier. Warum? Weil wir viele Reisende getroffen haben, die uns vorschwärmen, wie wunderschön das Land und wie freundlich die Menschen sind. Wir geben Kolumbien also eine Chance.
Die Einreise in das neue Land gestaltet sich allerdings erschwert. Als wir am Flughafen in Quito (Ecuador, 10.06.2016 – Freitag) ankommen, haben wir bis zum Boardingbeginn noch circa eine Stunde. Für unsere bisherigen Erfahrungen vollkommen ausreichend. Sogar ich bin noch halbwegs ertragbar.
Das Check-in zieht sich aber in die Länge. Als wir endlich dran sind, werden wir nach unserem Weiterreiseticket gefragt. Also der Beweis, dass wir Kolumbien tatsächlich irgendwann verlassen werden. Haben wir keins. Brauchten wir noch nie. Doooch wir brauchen eins. Okay. Was nun? Wir werden darauf hingewiesen, dass wir ohne Weiterreiseticket nicht einmal das Flugzeug betreten dürften. Unsere Gesichter werden immer länger, sodass uns nichts anderes übrig bleibt, als bei Skyscanner nach einem passenden Flug zu suchen. Wofür wir wahrscheinlich mindestens eine Stunde gebraucht hätten. Hektisch, da das Boarding in 5 Minuten beginnt und unsere Rucksäcke immer noch nicht ihren Weg auf das Fließband gemacht haben, buchen wir einen Flug. Nach Mexiko. Inzwischen ist unser Gepäck immer noch nicht unterwegs. Fehler im System. Es ist vielleicht unnötig zu erwähnen, dass ich mittlerweile zu einem nervlichen Wrack verkommen bin. Ich erwähne es trotzdem. Als Höni die Buchungsbestätigung der Dame am Schalter zeigt, zeigt diese wiederum sehr wenig Interesse am eigentlich sooo wichtigen Ticket. Höni schwant, dass wir übers Ohr gehauen wurden.
Das Boarding hat laut Flugticket bereits begonnen, als wir uns auf dem Weg zur ecuadorianischen Ausreisestelle begeben. Die Menschenschlange ist erschreckend lang. Sogar Höni bekommt Panik. Am Schalter stehend, wir haben uns nett vorgedrängelt, fühlen wir uns so:
https://www.youtube.com/watch?v=GIshH9EXIUA
Am Gate angekommen, können wir beruhigt aufatmen. Weder haben wir den Flug verpasst. Noch hat das Boarding angefangen.
Gelandet.
Nach einem kurzen Flug, aber dafür eine um so längere Wartezeit bei der Einreise, erfahren wir, dass das Weiterreiseticket hier niemanden interessiert. Null, nada, nix, nich die Bohne. Wir zeigen lediglich die Adresse unseres Hostel vor und schon sind wir Gäste in Kolumbien.
Ohne die einstimmige Genehmigung des Nagottclans wollen wir ganze 30 Tage im K-Land verbringen. Na mal sehen, ob das trotzdem gut geht…
BOGOTÁ
Die Tage in Bogota (10.06.2016 bis 13.06.2016) werden genutzt, um Höni wieder fit zu machen. Ihn hat es nämlich zurück geworfen (sicher der Ärger am Quitoer Flughafen und meine nervende Wendigkeit). In der Zwischenzeit recherchiere ich ein wenig und lege fest, dass die nächste Etappe Santa Marta sein wird.
SANTA MARTA
Am Montag, dem 13.06.2016 nehmen wir also einen gut ausgestatteten Nachtbus an die kolumbianische Atlantikküste. Der Busfahrer dreht die Klimaanlage so richtig hoch, dass ich Hönis dünnen Schlafsack brauche, um nicht zu erfrieren.
Als wir am Morgen des 14.06.2016 in Santa Marta am Busbahnhof ankommen ist es heiß heiß heiß!
Mir wird das ein bisschen viel, sodass ich mich zunächst auf das klimatisierte Hostel freue.
Nach einer kurzer Verschnaufpause auf unserem Zimmer wollen wir etwas Essen gehen. So richtig nen Plan haben wir nicht, wir laufen einfach drauf zu. Also landen wir in einem typisch südamerikanischen Restaurant, dass vor allem Fleisch mit Reis anbietet. Wir nehmen eine Suppe (dummerweise bestelle ich eine große – wobei ich doch wissen müsste, dass groß auch wirklich groß ist). Als die ankommt, habe ich schon fast keinen Appetit mehr. In Hönis Suppenschüssel schwimmt ein riesiger Klumpen undefinierbaren Fleisches und ich bilde mir ein, Tentakeln zu entdecken. Nach vier bis fünf Löffeln ist bei mir Schluss. Höni opfert sich und hilft mir ein bisschen. Schließlich kann ich die Suppe schlecht unter dem nicht vorhanden Salatblatt verstecken.
Nachdem wir bezahlen, geht es mir schlechter und schlechter (Höni warnt mich, endlich auf die Toilette zu gehen) pdoch ich beschmutze zu allem Überfluß die Straße direkt vor dem Restaurant. Peeeeinlich peeeeinlich peeeeiinlich.
So geht es natürlich nicht weiter. Wir gehen zurück zum Hostel und bleiben dort bis zum nächsten Morgen. Sogar Höni verpennt den Rest des Tages. Irgendwie wollen wir nicht so richtig fit werden.
Am Abend besorgt uns der Hostelpapa sogar Medikamente und einen Elektrolytcocktail. Sehr nett.
AUSRUHEN IN SANTA MARTA
Der neue Tag (Mittwoch, der 15.06.2016) beginnt spät. Erst gegen Mittag schaffen wir es bei heißen Temperaturen ein paar Meter zum Hafen zu laufen. Dieser ist nicht wirklich schön, aber das stört uns nicht weiter. Wir haben mittlerweile echt Hunger (Wetten auf Übergeben oder nicht werden bis hierhin noch angenommen).
Höni bestellt sich einen großen (!) Krabbencocktail und ich Spaghetti. Jahhaaaa. Spaghetti. ???. Uns schmeckt es vorzüglich. Als dann noch das EM- Spiel Frankreich gegen Albanien läuft, sind wir richtig zufrieden (nicht einmal die zahlreichen Straßenverkäufer stören uns).
Danach hüpft Höni noch in das pupslaue Karibische Meer. Der Strand ist schmutzig, also nicht besonders lohnenswert.
Da uns das Zimmer in Santa Marta nicht sooo gut gefällt (ohne Fenster und quasi mitten im Eingang) wollen wir ein anderes buchen. Ewig können wir uns nicht entscheiden, und suchen uns zum Schluss eines in Taganga aus.
TAGANGA
Da fahren wir auch am nächsten Tag (Donnerstag, den 16.06.2016) hin.
Taganga (klingt fast wie Tanga gnihihihihi) ist ein kleines, eher schmuckloses Fischerdörfchen ca. 10 Minuten Taxifahrt entfernt, das von fast kahlen Hügeln umrahmt wird.
Das Hostel ist ziemlich weit oben gelegen, sodass sogar dem Taxifahrer aufgrund der fast unbefahrbaren „Straßen“ der Schweiß auf der Stirn ausbricht.
Wir werden von unseren Gastgebern sehr herzlich in Empfang genommen und zum Mittagessen eingeladen (Reis mit Bohnen und Banana – hier muss Höni mir wieder helfen). Nebenbei läuft das Spiel Deutschland gegen Polen. Schlaaaaand!
Wir bekommen wertvolle Tipps zur Umgebung und einen kleinen Einblick in das kolumbianische Alltagsleben. So wird die aktuelle Trendfrisur à la Mario Götze als „el aleman“ bezeichnet, also „Der Deutsche“.
Am Nachmittag hüpfen wir in den Pool und lassen den Rest des Tages gemütlich angehen.
SCHNORCHELN IN TAGANGA
Freitag – 17.06.2016. Aufgrund der Hitze in der Nacht haben wir nicht wirklich geschlafen und sind für unsere Verhältnisse echt früh unterwegs.
Wir machen auf dem Weg zum Strand einen kurzen Frühstücksstopp in einem netten kleinen Lokal. Wir sind begeistert von dem Essen sowie dem Maracujasaft und machen uns positiv gestimmt auf den Weiterweg.
Am Strand angekommen, werden wir direkt angequatscht. Und wir lassen uns erfolgreich bequatschen. Wir werden per Fischerboot zu einer kleinen steinigen Bucht gebracht und plumsen mit Schnorchel und Floßen ins Wasser. Hier wimmelt es nur so vor bunten Fischen und es gibt sogar Korallen (die wir auf den Galapagosinseln tatsächlich vermisst haben). Die Fische kommen echt nah ran und sind wieder unglaublich bunt. Die GoPro haben wir aufgrund meiner ständigen , aber bisher unnötigen „wir-werden-überfallen-Angst“ nicht dabei. Die Wassertemperatur ist sehr angenehm, sodass die halbe Stunde nicht annähernd so anstrengend ist, wie wir es gewohnt waren.
Im Anschluss werden wir zum Playa Grande gebracht.
Hier ist das Wasser deutlich sauberer als in der großen Stadt. Der Strand ist hübsch zu recht gemacht – einfach gepflegt, was in diesen Landen keine Selbstverständlichkeit ist. Hin und wieder findet sich dennoch ein bisschen Müll, der aber vom Strandwart einigermaßen pflichtbewusst entsorgt wird.
Höni schleckert ein Eis nach dem Anderen und abwechselnd gehen wir im Meer schwimmen.
Eigentlich hatten wir mit unserem Bootsmann abgemacht, dass er uns gegen 15Uhr wieder abholt. Scheinbar hat der uns allerdings vergessen. So nehmen wir gegen 16 Uhr ein anderes Unternehmen, dass uns kostenpflichtig zurück nach Taganga bringt. Das lässt Höni allerdings nicht auf sich sitzen und holt sich das Geld bei unserem Bootsmann zurück. Sehr cool.
LETZTER TAG IN TAGANGA
Trotz eines kleinen gesundheitlichen Rückschlags meinerseits, gehen wir am Samstag (18.06.2016) für ein paar Stündchen an den Strand von Taganga.
Am Abend wagen wir uns nochmals etwas in die Stadt vor. Wir buchen unsere Tour in den Dschungel für den nächsten Tag und lassen den Abend in einer schönen Hostelbar ausklingen.
Wir freuen uns auf die kommenden Tage und hoffen, dass unsere Kräfte ausreichend sind.
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Und wieder so tolle Bilder!!!! Ich hoffe eure gesundheitlichen Rückschläge sind mittlerweile vorüber?! Ansonsten kann ich auch gerade sagen… geteiltes Leid 😉
Am besten bei Spaghetti und Tomatensauce bleiben :))
Wenn ihr mal wieder Zeit und Lust habt, können wir auch super gern mal wieder skypen 🙂
Bis dahin, alles alles Liebe und Gute euch und nur positive Erfahrungen in und um Kolumbien!!!
Nen ganz lieben Gruß!!!!
Danke liebe Mel 🙂
Wir sind wieder soweit hergestellt, dass wir die letzten Unternehmungen (kommen in den nächsten Beiträgen) richtig geniessen konnten!
Auf jeden Fall können wir gerne mal skypen. Am besten schreiben wir uns mal in unserer Gruppe.
Ganz liebe Grüße in die Heimat
die anni
Vielen Dank Mela, vor allem für’s Aufmuntern – Dir demnach auch gute Besserung ?
Ohne zu sehr zu spoilern: es ist an der Stelle FAST vorbei mit gesundheitlichen Rückschlägen ??
Skype klingt supi! Ich meld mich mal per WhatsApp??
Oh menno. Nun bin ich auch schon zu alt um eine Mail zu schicken. ?????
Dabei war ich schon fertig, aber man muß auf Kommentar abschicken klicken ??. Also nochmal kurz ein paar Worte
K- LAND, was soll ich sagen. Die Tanten waren dagegen ❗❗❗❗❗❗❗❕❕❕❕❕❕❗❗❗❗❗☡⚠☡⚠☡⚠☡
Aber was soll ich sagen, nach eindringlichen Bitten und Whatsapp Nachrichten…
O. K.
Warten ich auf den nächsten sensationellen Beitrag übers K- LAND. ???
OHNE DROGEN, WAFFEN ETC. ?
Keine Angst – K-Land ist suuuper! Würden wir jederzeit wieder hin gehen!
Mir ist jetzt auch erst aufgefallen, dass ich hier noch gar nichts kommentiert habe! Daher jetzt nur ganz schnell.
Mehr! Bitte!
PS: Das Bild mit der Anne vor ihrem Frühstück ist jetzt mein neues Lieblings-Anni-Bild. So süss! <3
Stimmt, mit Essen ist sie immer sooo nieeeedlich ?