Cartagena heißt uns Willkommen

Am Sonntag, dem 03.07.2016, kommen wir im heißen Cartagena an.

Die Taxifahrt zum Hostel ist zum Einen teurer als erwartet, für weniger als 20.000$ will uns kein Taxifahrer mitnehmen. Zum Anderen hört der Taxifahrer einen, nun ja für uns klingt es zumindest so, Hassprediger im Radio.

Das Hostel für die nächsten zwei Nächte ist deutlich günstiger, als die in den angesagten Vierteln. Dafür gibt es allerdings

  • keine Klimaanlage,
  • lediglich einen Duschvorhang vor der Toilette (zum Glück kennen wir uns schon so richtig gut)
  • und den eindeutigen Hinweis keine Wertgegenstände beim Verlassen des Hostel mitzunehmen.

Der Charme der Hostelbesitzer macht das alles erstmal wett.

Wir schauen uns das EM – Spiel Frankreich gegen Island auf einem Riesenbildschirm an. Mehr wird an diesem Tag nicht. Anne hat einen Frauenschnupfen und das extrem schwüle Wetter verursacht bereits  beim Nichtstun Schweißsturzbäche.

 

Unser erstes Hostel, Cartagena - 03.07.2016, Kolumbien

Unser erstes Hostel, Cartagena – 03.07.2016, Kolumbien


 

 

 

 

Und noch mehr Hitze

Auch am Montag, dem 04.07.2016, wird nicht so viel. Es ist eh Feiertag in Kolumbien. Und ja, diese Hitze ist fast nicht erträglich.

Gegen Nachmittag entscheiden wir uns (allerdings geht es grundlegend auf Hönis Kappe ?) spontan nen Tauchkurs zu machen. Einfach so. Der Chef des Tauchzentrums von Cartagena ist glücklicherweise auch am Feiertag zu erreichen. Wir erfahren, dass wir zunächst einen theoretischen Teil bestehen müssen, bevor wir überhaupt einen Schnorchel angucken dürfen.

Der theoretische Teil, den wir auf englisch und mittels APP bearbeiten, umfasst 5 Lektionen zu Druckverhältnissen, Auftrieb, Ausrüstung, Verhalten im Notfall und noch viel mehr. Die von uns gewählte Tauchausbildungsorganisation nennt sich PADI (Professional Association of Diving Instructors) und ist weltweit die Größte.

Für meinen Geschmack ist es ein bisschen zu füsük-lastig.

Den ersten Teil bestehen wir noch am diesem Abend.


 

 

 

 

Lernen und Bummeln in Cartagenas Altstadt

Dienstag, 05.07.2016.
Da es bei der Hitze fast unmöglich ist, richtig zu lernen, wechseln wir das Hostel. Wir werden freundlicherweise von unseren Ersthostelbesitzern kostenlos gefahren. Mir ist es fast schon peinlich, da dieses Viertel deutlich nobler ist. Vom Tellerwäscher zum Millionär in 5 Autominuten.

Wir machen uns auf den Weg zur Tauchschule. Dabei kommen wir nicht an einem McDonalds Eis vorbei ?
Das historische Zentrum von Cartagena, in dem das Tauchzentrum gelegen ist, ist wunderhübsch. Kleine Gassen beherbergen windschiefe, bunte Häuser. Hier könnte man stundenlang schlendern. In diesem Viertel wimmelt es nur so von Restaurants und kleinen hübschen Läden. Die russische Bar KGB zieht uns aufgrund der coolen Aufmachung besonders an, trinken aber keinen Cocktail.

 

Alstadt von Cartagena, Cartagena - 05.07.2016, Kolumbien

Alstadt von Cartagena, Cartagena – 05.07.2016, Kolumbien

Höni bei seinen russischen Freunden, Cartagena - 05.07.2016, Kolumbien

Höni bei seinen russischen Freunden, Cartagena – 05.07.2016, Kolumbien

 

Wir melden uns also für einen zweitägigen Beginnerkurs an, der auf den Islas del Rosario stattfinden wird. Diese Inseln wollen wir ohnehin besuchen und schlagen damit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.

Den Rest des Tages verbringen wir mit lernen und kühlen uns nur kurz im kleinen, aber sehr erfrischenden Pool des Hotels ab.

 

Anne träumt vom Tauchschein, Cartagena - 05.07.2016, Kolumbien

Anne träumt vom Tauchschein, Cartagena – 05.07.2016, Kolumbien


 

 

 

 

Lernen Tag 3

Mittwoch, 06.07.2016.

Heute steht ein Arztbesuch für Höni auf dem Plan, da er seit dem Schnorcheln immer wieder Probleme mit dem rechten Ohr hat. Die Ärztin stellt sich allerdings als Schönheitschirurgin heraus, die nicht über die notwendigen Instrumente für eine ordentliche Ohruntersuchung verfügt. Sie kümmert sich aber sehr liebevoll um uns, macht Telefonate, versucht Termine zu bekommen und siebbietet uns eine Totalgesichtsbehandlung mit Botox  an (für schlappe 250€).

Auch danach heißt es wieder lernen. Bis zum Abend haben wir tatsächlich alle Aufgaben geschafft und erfolgreich bestanden.

Ziemlich müde fallen wir ins Bett!

 

Eisi für einen kühlen Kopf, Cartagena - 06.07.2016, Kolumbien

Eisi für einen kühlen Kopf, Cartagena – 06.07.2016, Kolumbien


 

 

 

 

Es wird ernst…

Donnerstag, 07.07.2016.

Um 8Uhr (für Höni also noch mitten in der Nacht) kommen wir im Tauchzentrum an. Wir müssen noch schnell einen Test machen und werden anschließend mit anderen Leuten, die entweder Schnorcheln oder Tauchen wollen, zum Tourihafen von Cartagena gebracht.

 

Gute Stimmung, Cartagena - 07.07.2016, Kolumbien

Gute Stimmung, Cartagena – 07.07.2016, Kolumbien

Hier steigen wir in den Alcatraz Express ein, der uns ,nach ca. 45min Bootsfahrt, zur Isla Grande bringt und nicht wie man bei dem Namen vermuten könnte, in ein Hochsicherheitsgefängnis. Dabei lernen wir den Engländer Simon kennen, der zusammen mit uns den Kurs machen wird.

 

Im Boot zur Isla Grande, bei Cartagena - 07.07.2016, Kolumbien

Im Boot zur Isla Grande, bei Cartagena – 07.07.2016, Kolumbien

Ankunft auf der Isla Grande, Islas de Rosario - 07.07.2016, Kolumbien

Ankunft auf der Isla Grande, Islas de Rosario – 07.07.2016, Kolumbien

 

Im schicken Hotel Cocoliso werden wir von den Mitarbeitern des Tauchzentrums empfangen. Wir erhalten Schnorchel, Maske, Gewichtsgurt, Flossen und einen Wetsuit. Nach einigem Warten lernen wir Jorge kennen, der uns das Tauchen erfolgreich beibringen soll.

 

…der erste Tauchgang

Kurz danach hüpfen wir schon in das hüfthohe Meer (natürlicher Pool, angenehme 28°C Wassertemperatur), in dem wir die ersten Übungen machen. Meine Nervosität macht sich nun so richtig bemerkbar. Ich schiebe ein bisschen Panik bei ein, zwei Übungen und werde vom Lehrer zur Räson gebracht. Höni meistert das alles ohne Probleme.

Der zweite Schritt geht auch wieder in einen natürlichen Pool, allerdings schon etwas tiefer. Auch hier müssen wir Übungen absolvieren. Das Ganze ist ziemlich anstrengend und wir hoffen, dass wir gleich eine wohlverdiente Mittagspause machen können. Diesmal knurrt Höni der Magen!

 

…unter dem Meer!

Doch statt Pause und karibischer Gelassenheit fahren wir mit dem Boot raus aufs Meer. Nun heißt es so richtig unter tauchen. Bis auf 12m Tiefe. Ooooookaaaaay. Alle Nerven zusammen nehmen und ruhig atmen. Schon sind wir unter dem Meer und genießen die Unterwasserwelt (also bei mir eher: Oh Gott, oh Gott, du bist jetzt unten, atmen Anne atmen. Bei Höni so: lalalalaaaaaa, ooooh ein Fischi!). Unser Tauchlehrer oder soll ich eher sagen Folterer (?!) lässt uns auch hier eine Übung nach der anderen machen. Auch meine verhasste „Maske weg“ Übung muss ich überstehen. Nach 45 Minuten ist der erste richtige Tauchgang zu Ende. Wir sind voll happy. Wir hoffen, dass wir nun endlich zum Mittag und Fußballgucken gehen können. Unser Tauchlehrer denkt allerdings etwas anderes: nochmal runter. Wieder geht es auf 12m Tiefe. Wieder sind die Fische sowie Korallen wunderschön anzusehen und lenken deutlich vom eigentlichen Tauchen ab. Als wir auch hier alle Übungen absolviert haben, gehts zurück zur Oberfläche.
Wir sind nun noch happier! So cool haben wir uns das gar nicht vorgestellt. Ok, Höni schon. Ich habe mich eher nicht dort unten gesehen.

 

…Feierabend

Das uns lapidar zugerufene 0:2 gegen Frankreich kann uns den Appetit nicht verderben. Dafür haben wir zu viel „gearbeitet“.

Unsere Unterkunft für die Nacht, ist eine mit Palmenfächern bedachte Hütte. Geduscht wird mittels Eimer, der auch die Toilettenspülung darstellt.

 

Unsere Hütte, Islas del Rosario - 07.07.2016, Kolumbien

Unsere Hütte, Islas del Rosario – 07.07.2016, Kolumbien

Es ist zwar alles recht einfach, aber für eine Nacht völlig OK.

Vor dem Abendessen gehen Höni und ich an einen kleinen, aber wunderschönen Strand. Der Sonnenuntergang ist ebenfalls wundertoll ?

 

Ein kleiner Strand nur für uns, Islas de Rosario - 07.07.2016, Kolumbien

Ein kleiner Strand nur für uns, Islas de Rosario – 07.07.2016, Kolumbien

Als es schon dunkel ist, gehen wir zusammen mit Simon zu einer kleinen Lagune, die von biolumineszierendem Plankton bewohnt wird. Sobald wir unsere Hände in das Wasser halten und bewegen, leuchtet das Plankton in der Dunkelheit auf. Wie kleine Kinder plantschen wir im Wasser herum. Ein bisschen scheu ist das Plankton allerdings schon – es lässt sich nicht fotografieren.

 

Die Sterne sind nicht so fotoscheu, Islas de Rosario - 07.07.2016, Kolumbien

Die Sterne sind nicht so fotoscheu, Islas de Rosario – 07.07.2016, Kolumbien


 

 

 

 

Tauchen im Paradies

Freitag, 08.07.2016.

Für diesen Tag stehen zwei Tauchgänge an, die unseren Auftrieb und dessen Management verbessern bzw. optimieren sollen.

Ich lasse an dieser Stelle mal die Bilder wirken (von Hönis GoPro und der Kamera unseres Tauchlehrers):

 

Höni macht das ganze sichtlich Spaß, Islas de Rosario - 08.07.2016, Kolumbien

Höni macht das ganze sichtlich Spaß, Islas de Rosario – 08.07.2016, Kolumbien

Tüten unter Wasser, Islas de Rosario - 08.07.2016, Kolumbien

Tüten unter Wasser, Islas de Rosario – 08.07.2016, Kolumbien

Selfie unter Wasser, Islas de Rosario - 08.07.2016, Kolumbien

Selfie unter Wasser, Islas de Rosario – 08.07.2016, Kolumbien

Besonders cool: Die Gehirnkoralle, Islas de Rosario - 08.07.2016, Kolumbien

Besonders cool: Die Gehirnkoralle, Islas de Rosario – 08.07.2016, Kolumbien

Pause zwischen den zwei Tauchgängen, Islas de Rosario - 08.07.2016, Kolumbien

Pause zwischen den zwei Tauchgängen, Islas de Rosario – 08.07.2016, Kolumbien

Wir sehen ja sooo toll aus ;-), Islas de Rosario - 08.07.2016, Kolumbien

Wir sehen ja sooo toll aus ;-), Islas de Rosario – 08.07.2016, Kolumbien

Mit meinen Armen weiß ich noch nicht wohin, Islas de Rosario - 08.07.2016, Kolumbien

Mit meinen Armen weiß ich noch nicht wohin, Islas de Rosario – 08.07.2016, Kolumbien

Händchenhalten geht auch unter Wasser, Islas de Rosario - 08.07.2016, Kolumbien

Händchenhalten geht auch unter Wasser, Islas de Rosario – 08.07.2016, Kolumbien

Love ;-), Islas de Rosario - 08.07.2016, Kolumbien

Love ;-), Islas de Rosario – 08.07.2016, Kolumbien

Höni trägt mich überall auf Händen, Islas de Rosario - 08.07.2016, Kolumbien

Höni trägt mich überall auf Händen, Islas de Rosario – 08.07.2016, Kolumbien

 

Am Ende des Tages sind wir Open Water Diver!!! ?????

Bis wir wieder nach Cartagena gebracht werden, plantschen wir im Pool des Cocoliso Hotels.

 

Rund um das Hotel Cocoliso, Islas de Rosario - 08.07.2016, Kolumbien

Rund um das Hotel Cocoliso, Islas de Rosario – 08.07.2016, Kolumbien

 

Zurück in der Stadt, erhalten wir unseren vorläufigen Taucherausweis.

Wir schauen uns noch die berühmte Stadtmauer von Cartagena bei Sonnenuntergang an, bevor es zurück ins klimatisierte Hotel geht.

 

Die Stadtmauer von Cartagena, Cartagena - 08.07.2016, Kolumbien

Die Stadtmauer von Cartagena, Cartagena – 08.07.2016, Kolumbien

Den Abend lassen wir nicht wie geplant mit einem Cocktail ausklingen – dafür sind wir schlichtweg zu müde.


 

 

 

 

Auf nach Mexiko!

Samstag, 09.07.2016.

Unser letzter Tag in Cartagena und in ganz Kolumbien überhaupt! Heute fliegen wir nach Mexiko. Wir sind sehr begeistert vom K-Land und können eine Reise nur empfehlen!

Zunächst geben wir an diesem Tag noch eine Postkarte ab. Da das Porto so günstig ist, werde ich überrascht sein, wenn die Karte tatsächlich bei meinen Eltern ankommt.

16Uhr bringt uns das Flugzeug über die Insel San Andres (unsere letzten Peso geben wir hier für einen Maracuja-Slushi aus) nach Panama City. Dort steigen wir gegen 21.30Uhr in die Maschine, mit der wir nach Mexiko City fliegen. Was wir dort nach 3 Flügen erleben, erfahrt ihr im nächsten Beitrag von Höni.


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