
Aufrappeln in Page
Wir haben bereits die zweite Nacht im Auto verbracht, als die Sonne uns am Dienstag (16.08.2016) munterküsst. Aufgrund eines Gewitters und den hohen Temperaturen sind wir nicht sonderlich erholt. Daher päppeln wir uns mit einem äußerst delikaten (Ironiemodus aktiviert) Tankstellenfrühstück auf. Anne trinkt Sahne mit einem Schüsschen Kaffee um die Pumpe wieder in Fahrt zu bringen. Nun sind wir fit für den Aufbruch zum Grand Canyon.

Stärkung in Page -16.08.2016, USA
Horseshoe Bend – Faszination für lau
Unseren ersten Halt erreichen wir am Morgen bei noch erträglichen Temperaturen von 30°C am Horseshoe Bend. Die Schilder hier weisen zurecht darauf hin, dass man genügend Wasser mitnehmen sollte. Wir erahnen, dass der 10minütige Marsch zum Rand dieses Canyons (der übrigens kostenlos zugänglich ist) in der Mittagshitze noch schweißtreibender ist.
Während sich rechts und links von uns nur kleine, vom Kalkstein gespeiste Sanddünen und einige Felsen befinden, wird der Weg vor uns etwas fester und wir können bereits einige Touristen entdecken. Dort müssen wir hin!

Der Weg zum Horseshoe Bend, Page -16.08.2016, USA
Als wir am Ende dieses Weges sind, bietet sich vor uns ein atemberaubendes und zugleich Respekt einflößendes Panorama.
Zu unseren Füßen schlängelt sich der Colorado River in Hufeisenform (horseshoe) durch die Felsen. Ein 300m tiefes Bett hat er sich über tausende Jahre hier geschaffen. Am Rande dieser Steilklippe fühlen wir uns wie Ameisen und das Adrenalin hält uns hellwach. Ein Schritt daneben wäre hier fatal. Trotzdem – die Fotos müssen gut aussehen, also ran an die Klippe, Hände vor und knipsen, was das Zeug hält. Annes Fisheye Objektiv macht hier so richtig Spaß! Hier sind wir in unserem Element.

Horseshoe Bend, Page -16.08.2016, USA

Fleißige Knipserei am Horseshoe Bend, Page -16.08.2016, USA
Ein Stopp geht noch
Als wir uns endlich vom Horseshoe Bend loseisen können, haben wir noch ca. 3 Stunden Fahrt zum Grand Canyon vor uns. Trotzdem lassen wir es uns nicht nehmen, noch einen spontanen Abstecher zum Parkplatz am Marble Canyon dazwischen zu schieben.

Mit VW in die Höh‘ – der Grand Canyon ruft!
Der Jetta bringt uns durch ein lang gezogenes, nicht enden wollendes Tal und schließlich beginnt der Anstieg. Top Straße, Serpentinen, hier juckt die Motorradfahrerhand wieder mal.
Je höher wir kommen, desto angenehmer wird es draußen. Wir fahren an immer grüner werdenden Wäldern und Wiesen mit Bisons vorbei – Familie Truthahn grüßt auch freundlich – und ehe wir uns versehen sind wir auch schon am Ziel. Der North Rim (Nordrand) des „Grand Canyon“.

Anfahrt zum North Rim des „Grand Canyon“ – 16.08.2016, USA
Hier füllen wir zunächst unsere Wasserkanister mit frischem Canyonwasser auf und genehmigen uns einen kurzen Snack.
Der North Rim des „Grand Canyon“
Vom Parkplatz aus laufen wir ca. 15 Minuten bis zum Aussichtspunkt. Unserer Recherche zufolge sind wir hier ca. 300m höher gelegen als am Südrand und es gibt weniger Touristen, da dieser Teil des „Grand Canyon“ schlechter erreichbar ist. Gut so – demnach müssen wir uns weniger um die Aussichtsplätze zanken ?

Bright Angel Point am North Rim des „Grand Canyon“ – 16.08.2016, USA
Die unfassbaren Relationen dieses Canyons kommen auf Bildern nur schwierig rüber, daher versuchen wir es mal mit Worten. Wir sehen circa drei Steilhänge vor uns. Bereits der erste ist schätzungsweise 200m tief (gefühlt wie der Creux du Van in der Schweiz). Gegen den Zweiten, der sich unmittelbar anschließt, wirkt der Erste jedoch winzig. Mehrere hundert Meter schnurgerade weiter und schon sind wir beim dritten Steilhang, dessen Ende wir leider nicht sehen können … und das obwohl der Canyon an dieser Stelle einige kilometer breit ist! Man kann also nur erahnen, welche Ausmaße der gesamte Grand Canyon annimmt. Wir sind schwer beeindruckt von diesem mächtigen Konstrukt der Natur!
Spaziergang am Grand Canyon (North Rim)
Eine heranrückende Gewitterfront von Nordosten schickt uns jedoch schon bald auf den Rückweg. Trotzdem lassen wir es uns nicht nehmen, noch einen kleinen Rundwanderweg zu gehen. Hier können wir die hiesige Tierwelt noch ein wenig auf uns wirken lassen.

Spaziergang am North Rim des „Grand Canyon“ – 16.08.2016, USA

Der belebte North Rim des „Grand Canyon“ – 16.08.2016, USA
Wir sitzen keine halbe Minute im Auto, als der Regenguss beginnt. Wieder einmal perfektes Timing! Wenn es nur immer so laufen würde ?.
So heftig er ist, so schnell ist er auch wieder vorbei. Die entdeckten Duschen nutzen wir auch gleich (jaja … das war bitter nötig ?) und die Waschmaschinen kommen uns ebenfalls mehr als gelegen.
Nach dieser ausgenommen erfrischenden Pause folgt der rasante Ritt zurück nach Page, wo wir die Nacht wieder verbringen werden. Details zu einem kleinen Autorennen dürfen unter vier Augen gern erfragt werden (NSA sieht alles ?).

Sonnenuntergang nach unserer Rennfahrt zurück nach Page – 16.08.2016, USA
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Das sind doch wieder gigantisch schöne Bilder !! ? Aber was muss ich lesen , Autorennen ???? “ Meine Kinder machen doch so was nicht !! “ ?? Aber ihr seit ja gut aus der Sache raus gekommen und habt sicher gewonnen , oder?? Nun aber ab zum Rapport und beichten !! ?????? Weiterhin euch eine gute Reise und bleibt gesund . ☺?
Klar gewonnen – nennt mich Schumi ? Vielen Dank für das Lob! Balsam für die Seele ?
Nicht mehr lang und ihr seid auf den Bildern mit drauf – juppiee